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Fragen und Antworten zu Lebererkrankungen.


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Überschrift: Allgemeine Frage "zur Gelbsucht" 20.11.2006

Frage: Sehr geehrte Experten,am 17.10.06 wurde mir von Herrn Prof.Dr. Richard Raedsch meine Frage zwecks erhöhter Leberwerte und Stent beantwortet.Ich war nun 3 Tage stationär in einer Uni-Klinik, um die immer noch erhöhten Werte abzuklären. 1. Tag: Die Blutwerte waren auch im KH erhöht (GGT 301 (40), der Stent wurde im Ultraschall nicht erkannt, ein Stau auch nicht. 2. Tag: Es wurde zur Visite Kernspind der Leber angeordnet - abends wurde Termin Kernspind wieder abgesetzt!!!und mir am 3. Tag mittags mitgeteilt, ich kann nach Hause fahren, es finden keine weiteren Untersuchungen mehr statt, weil die Laborwerte nicht so brisant sind und auf einen Stau hinweisen. Wenn ich Fieber, Schüttelfrost oder Gelbsucht hab, kann ich wiederkommen. Ich fühle mich "ziemlich veralbert", von einer Uniklinik hab ich mehr erwartet. Nun meine Frage: In meinem Zimmer lagen 2 schwerkranke Frauen mit sichtbarer Gelbsucht - besteht die Gefahr, dass ich mich angesteckt habe?

 

Antwort: Zum Thema „ziemlich veralbert“. In einer Uni-Klinik gibt es ja meistens eine ausgeprägte Hierarchie: Junge Ärzte, die noch in Ausbildung sind, Stationsärzte, Oberärzte und Chefärzte. Die naheliegendste Erklärung wäre also, dass auf einer unteren oder mittleren Hierarchiestufe etwas angeordnet wurde, was dann bei der Chef-Besprechung am Nachmittag wieder rückgängig gemacht wurde. Zur Frage der Ansteckung: Wie sie wissen, gibt es eine ganze Reihe von Gründen, warum jemand eine Gelbsucht hat. Die im zwischen-menschlichen Kontakt über Schmierinfektion ansteckende Hepatitis A kommt in Uni-Kliniken kaum vor, da sie meistens vorüber ist, bevor eine Einweisung in eine Uniklinik vorgenommen wurde. Die anderen Hepatitis-Formen sind nur über Blut oder gar nicht ansteckend. Gelb kann man praktisch bei jeder Form des Leber- oder Galleschadens werden, nämlich immer dann, wenn die Leber den roten Blutfarbstoff nicht normal abbauen und über die Galle in den Darm ausscheiden kann.
Dr.med.Ulrich C.Vieth
Gesundheitsamt Wiesbaden
Abteilung für Infektionsschutz

 

 

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