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Fragen und Antworten zu Lebererkrankungen.


Wir danken den Ärzten die uns bei diesem Informationsangebot unterstützen ganz herzlich und hoffen, damit zur Aufklärung über Lebererkrankungen beizutragen.

Fragen und Anregungen zu der Datenbank richten Sie bitte an: info@hepatitis-rm.de.

Überschrift: Frage zur Hepatitis B Therapie 20.02.2009

Frage: Sehr geehrte Damen und Herren, ich hätte eine Frage zur HBV-Therapie mit Nukleosidanaloga:Aufgrund welcher Indikationen wird die Entscheidung für eines der fünf verfügbaren Medikamente (Lamivudin, Adefovir, Tenofovir, Entecavir, Telbivudin) getroffen bzw. welche Entscheidungsgrundlagen sind hier ausschlaggebend? Zu meiner Vorgeschichte: w24 J., chron. HepB, vermutlich seit Geburt; Hbe-Ag pos., 48-Wo.-Pegasys-Therapie ohne Erfolg; aktuelle Werte: Virenlast 7,7 Mio. IU/ml, AST 43 U/ml, ALT 58 U/ml. Seit 4 Wo. orale Therapie mit Telbivudin 600 mg. Meinen Nachforschungen zufolge eignet sich Telbivudin nicht für first-line Treatment aufgrund der erhöhten Resistenzentwicklung nach dem 2. Therapiejahr, im Vergleich zu Entecavir oder auch Tenofovir. Da ich allerdings medizinischer Laie bin, kann es sein, dass ich versäume, die Pro-Argumente für meine Behandlungsstrategie zu erkennen. Mit Bitte um Aufklärung und freundlichen Grüßen...

 

Antwort:

Sehr geehrter Patient,
da Sie bisher noch keine Nukleosidanaloga bekommen haben kann bei Ihnen durchaus auch mit einer Telbivudin-Therapie begonnen werden. Entscheidend ist die Compliance, d.h. das Sie auch jeden Tag iIhre Tablette einehmen können und die Senkung der Virenlast auf Werte unter 400 IU/ml nach spätestens 12 Monaten. Alle 3 genannten Medikamente sind ungefähr gleich gut verträglich.
Mit freundlichen Grüßen,
Prof. Dr. med. Hanns Löhr

 

 

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