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Fragen und Antworten zu Lebererkrankungen.


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Überschrift: Autoimmunhepatitis und Schwangerschaft 19.12.2007

Frage: Guten Tag,bei mir ist seit 1 jahren eine Mischkollagenose bekannt. Ich habe alle paar Jahre Behandlungsbedarf wegen stärkerer Beschwerden. Ich versuche immer mit so wenig Medikamenten wie möglich aus zu kommen. Dennoch musste ich dieses Jahr mit Azatioprin und Cortison behandelt werden, was vor ca. 8 Wochen auf MTX umgestellt wurde, da die schmerzen nicht besser wurden. Bereits im Juni wurden erhöhe AMA (>199) festgestellt. Dies wurde beobachtet und gestern hatte ich nun einen Termin in der Medizinischen Klinik. Dort erhielt die die Diagnose(n) Autoimmunhepatitis und/oder PBC. Ich habe nächste Woche eine Leberbiopsie zur Abklärung der weiteren Behandlung. Weiteres wurde mir leider nicht erklärt. Nun bin ich selbst Medzinische Fachassistentin und hab natürlich (was man ja nicht unbedingt soll) gegoogelt und bin nun doch überrascht, dass dieses Krankheitsbild nicht zu unterschätzen ist. Ich möchte keinen großen Aufwind machen und gehe immer vom besten aus, dennoch steht in den nächsten 8/12 Monaten (nach möglichen absetzen von MTX) ein Kinderwunsch im Raum. Ich bin 32 Jahre und bin nun verunsichter, da schon die Mischkollagenose für die Schwangerschaft eine engmaschige Kontrolle bedeutet, aber das Krankheitsbild auch verbessern könnte. wie ist das mit Autoimmunhepatitis und/oder PBC. Muss dies wirklich ein leben lang therapiert werden. Soll/kann/darf ich Kinder bekommen?Vielen Dank für Ihre Mühe und Zeit die sich nehmen, diese Fragen zu lesen und zu beantworten. Ich habe heute Geburtstag und bin leider viel zu viel am grübeln somit sehr dankbar, mich an Sie wenden zu können.Mit lieben XXXXXXXXXXXXXXX

 

Antwort:

Sehr geehrte Frau xxxxxxxxxxx,
wie Sie richtig sagten, ist das Krankheitsbild nicht zu unterschätzen -Sie scheinen aber in guten Händen zu sein, da die Therapie adäquat zu sein scheint. Sie können durchaus schwanger werden, allerdings dann kein MTX mehr bekommen. AZT und Cortison sind in der Schwangerschaft weniger gefährlich. Ich habe eine Patientin, die 3 Kinder unter AZT und Cortison bekommen hat-alle gesund. Wichtig ist auf jeden Fall, dass Sie im Fall einer Schwangerschaft wirklich engmaschig betreut werden und zwar in einer interdiziplinären Klinik, am besten einer Uniklinik. Grundsätzlich ist auch von einer lebenslangen Therapie auszugehen, über die Dosis der Medikamente muss der behandelnde Kollege entscheiden. Zusätzliche Substanzen, die schädlich sein können für die Leber (z.B. Alkohol) sollten gemieden werden. Dann sollten SIe mit der Erkrankung gut leben können. 
 
Mit freundlichen Grüssen und ein frohes Fest
Dr. med. A. Franke
Fachärztin für Innere Medizin und Gastroenterologie
FB Gastroenterologie / Hepatologie
 
Stiftung Deutsche Klinik für Diagnostik GmbH
Aukammallee 33
D - 65191 Wiesbaden

 

 

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